Iker Casillas, der solidarische Torwart

By jobo72

Iker Casillas ist einer der besten Torhüter der Welt und in seiner Heimat Spanien der bekannteste seiner Zunft. Er spielt bei Real Madrid und Kapitän der spanischen Nationalmannschaft. Trotz seiner zahlreichen Erfolge blieb er ein einfacher Mensch, der sich seiner Wurzeln bewusst ist. Er wurde in Móstoles, einem Vorort von Madrid geboren. Die Familie lebte zusammen in einer 60-Quadratmeter-Wohnung. Die einzige Urlaubsreise ging zur Oma nach Ávila. Während der junge Iker sich bei Real Madrid durchbiss, arbeitete seine Mutter als Putzfrau.

Iker Casillas weiß, wie schwer es für viele Familien ist, das Geld über den Monat zu bringen. Daher widmet er sich intensiv dem Kampf gegen die Armut. Er arbeitet eng mit der Organisation „Plan España“ zusammen und unterstützt deren Kampagne „Armut stoppen“. Aus diesem Grund reiste er nach Peru, wo er mit der spanischen Stürmerlegende Emilio Butragueño ein Benefizspiel organisierte. Auch im vergangenen Jahr stand sein Urlaub ganz im Zeichen gelebter Solidarität: Er reiste nach Sierra Leone, um für eine Initiative zu werben, die sich mit Sportangeboten und Bildungsprogrammen für Kinder und Jugendliche einsetzt. Selbstverständlich wurde auch bei dieser Gelegenheit für den guten Zweck gekickt. Die Iker-Elf spielte gegen eine Mannschaft seines Landsmanns Rafael Nadal, derzeit einer der besten Tennisprofis der Welt.

Vielleicht liegt es ja an diesem sozialen Engagement, dass die Fans in Spanien Casillas einen für Fußballprofis eher untypischen Spitznamen verpassten: San Iker – „Heiliger Iker“.

Anmerkung:
Dieser Beitrag basiert auf dem Artikel „Iker Casillas, el portero solidario“, erschienen in der Zeitschrift „Ecos de España y Latinoamérica“, Nr. 10/2008, S. 6. (Übersetzung: Josef Bordat)

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